Dienstag, 15. Juli 2008

Rückblick 5. und 6. Barnim-Cup

Das fünfte Trainingsrennen des Barnim-Cups 2008 führte bei Wind und Regen über 100 km und verlangte den Radrennsportlern bei der dreimaligen Überfahrt des Altenhofer Berges einiges ab. Die zuerst gestartete Seniorengruppe wurde bereits 5 km nach dem Start durch einen Sturz in einem Kreisel im Gewerbegebiet auseinandergerissen und konnte somit ihre Zeitvorgabe zum Männerfeld nicht optimal nutzen. So mühten sich gleich drei Gruppen ab, sich den jagenden Männern so lange wie möglich zu entziehen. Nach und nach sammelte das nahende Feld einen Seniorenfahrer nach dem anderen ein. Einige hatten die Kraft mitzuspringen, andere mussten als bald den Attacken der Jüngeren Tribut zollen und fanden sich, für den Tag geschlagen, in einer Verfolgergruppe zusammen. Am Ende entschied die Kraft über den Sieg. So setzten sich auf der letzen Runde immer wieder einzelne Fahrer vom Feld ab und fuhren allein bzw. in kleinen Grüppchen dem Zielstrich entgegen. Am Ende gewann bei den Männern klar Müller vor Pohl und Kamml und bei den Senioren Steffen vor Thiele und Haak. Zu erwähnen ist aus Eberswalder Sicht, dass dieses Rennen das erste seit Jahrzehnter langer Pause von unserem Männerfahrer Peter Fischer war. Trotz der Verwicklung im Sturz gleich nach dem Start erreichte er bei den Männern einen hervorragenden 5. Platz.

Beim sechsten Cup-Rennen galt es dann, drei mal den Parsteinberg zu bewältigen. Eigentlich ein Rollerberg, den man so mit dem großen Blatt wegdrückt, aber darin liegt halt auch die Gefahr. Keine echten Bergqualitäten sind gefragt, sondern eher ordentlich Kraft, um mit etwa 35 km/h drüberzudrücken und oben raus noch mal mit 40 Sachen zu versuchen, die Gruppe zu sprengen. Mit 30 Fahrern war das sechste Rennen gut besucht, unter ihnen waren auch der Berliner Steherfahrer Florian Fernow und der amtierende Deutsche- und Europameister seiner Altersklasse, Reinhard Scheer. Die Senioren bekamen für die 63 km drei Minuten Vorgabe. Drei von ihnen hielt es keine 2 km in der Gruppe und so setzten sie sich gleich bei der ersten Bergüberfahrt vom restlichen Feld ab, welches mit hohem Tempo jedoch immer Sichtkontakt zu den Ausreißern hielt. Die Senioren arbeiteten gut zusammen und wurden erst bei der dritten Überfahrt des Parsteinberges von einer vierköpfigen Spitzengruppe der Männer aufgefahren. Mit einem kurzeitig extrem hoch angeschlagenem Tempo im Berg, sprengten diese sogleich das Feld der Senioren, von denen drei der Männergruppe folgen konnten. Zusammen fuhren sie die ersten Ausreißer des Tages auf und bereiteten sich auf den Zielspurt vor. Bei den Männern gewann Poethke vor Fernow und Fahr. Der Motor-Eberswalder-Fahrer Süß belegte im Spurt zwar nur den undankbaren 4. Platz, zeigte aber eine starke Vorstellung im Rennen. Bei den Senioren siegte Wegner vor Scheer und Sarow. Bester Motor-Starter war Haertel, wiederum auf dem 4. Platz. Seine Spurtstärke bewies nach langer Durststrecke Alterspräsident Rathke (69), der beim Spurt des großen Verfolgerfeldes zweiter wurde und nur den Männerfahrer Greven gewähren lassen musste. Auch aufwärts geht es bei der einzigen Eberswalder Frauenfahrerin Barz, die sich im ebenfalls in diesem Verfolgerfeld festbiss und zeitgleich mit der großen Gruppe ins Ziel kam.

Als nächstes steht nun die Zweietappenfahrt an, bei der es am Vormittag ein Zeitfahren und am Nachmittag ein Straßenrennen zu bewältigen gilt. Der beste Allrounder kann sich am Ende die Schleife des Siegers umhängen. Wir freuen uns auf alle teilnehmenden Sportfreunde, auch wenn das Wetter nicht ganz so rosig für das bevorstehende Wochenende aussieht.

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