Sonntag, 12. Oktober 2008

Strausberger Radsportwochenende wieder von der Sonne verwöhnt

Torsten Strenge an der Spitze

 Torsten am Sonnabend beim Rundstreckenrennen noch ;-) an der
 Spitze des Rennens der Jedermänner        (Foto: RSC Strausberg)

Zwei Tage voller Sonne, Spaß und Rennfeeling bot uns das 4. Strausberger Radsportwochenende. Wie schon in den letzten Jahren stand am Sonnabend zur Einstimmung der Rundenwirbel im Gewerbegebiet an. An den Start "trauten" sich nicht wirklich viele Eberswalder, doch die, die es wagten, waren nach dem Rennen wieder einmal voll auf begeistert und konnten auch mit guter Leistung überzeugen. Die Sponsoren ins gute Licht gerückt und damit Werbung in eigener Sache gemacht hat z.B. Torsten Strenge, der sich neben Felix Loepthien bei der Zieldurchfahrt öfter einmal an vorderster Front zeigte. Kaum zu erspähen für den mitgereisten Klakör Michaela war hingegen Maximilian Rathke, der sich immer gekonnt im Windschatten der anderen versteckte. Das die Taktik nicht die schlechteste war, sollte sich noch zeigen. Nach einigen wirklich schnellen Runden drückten einige der Mannen noch einmal richtig aufs Tempo und erhöhten die Schlagzahl  erneut. Torsten, der zuvor auf "Werbetour" für die Eberswalder unterwegs war, musste seinen mutigen aber auch kräftezehrenden Antritte Tribut zollen und viel in eine Verfolgergruppe zurück. Die beiden anderen schwarz-orangen Renner hielten sich bis zum Schluss tapfer im vorderen Feld. Während Maximilian zufrieden war, bei den "jungen Hüpfern" mitgehalten zu haben, versuchte Felix in der letzten Runde noch einmal sein Heil in der Flucht. Leider reichten die Körner nicht mehr, um die Attacke erfolgreich nach Hause zu fahren. Am Ende stand für Felix in der U40-Wertung Platz 14 zu buche. Maximilian wurde bei den Ü40ern guter 11. und Torsten 16. und das Tacho zeigte einen knappen 44er Schnitt an - und da sagt mir noch einer "Jedermänner". Im Eliterennen ging am Sonnabend noch Seniorenfahrer Andreas Haertel an den Start, Ambitionen hatte er bei der KT,A,B,C-Besetzung natürlich keine, eher sah er es als Warmfahren für Sonntag an. So war es auch nicht verwunderlich, das er etwa nach gut der Hälfte des Rennens die Beine hob und ausrollte.

Maximilian Rathke vor dem Rennen

 Vor dem Start schon Blumen? Maximilian hat sie sich als ältester
 Lizenzstarter "erkämpft".                         (Foto: RSC Strausberg) 

Am Sonntag zum Straßenrennen standen dann doch noch ein paar mehr Eberswalder am Start. Als erstes ging Jugendfahrer Danny Geselle auf die Strecke. Das Feld war nicht sehr groß und so schien man sich in der Jugend schnell zu einigen, sich nicht allzu sehr wehzutun. Das Tempo fiel teilweise so zusammen, dass der WA schon mit Abbruch des Rennens drohte. Am Ende machten sich dann doch noch zwei Fahrer auf eine einsame Flucht, während Danny im Feld auf den Zielspurt wartete und sich den 6. Gesamt-rang sicherte. Richtig krachen ließen es hingegen die Senioren. Wie immer starteten in Strausberg die Klassen 2-4 zusammen, während letztere nur zwei Runden zu absolvieren hat und extra gewertet wird. Das heißt Männer von 40 Jahre bis "Open End" zusammen an der Startlinie. Mit dabei Andreas und Maximilian. Traditionsgemäß gibt es in Strausberger immer Blumen für anwesende (Deutsch-, Europa-, Welt-) Meisterschaftsgewinner und auch für den ältesten Teilnehmer. Und da die Zeit nicht stehen bleibt, erwischte es in diesem Jahr einen Eberswalder. Etwas peinlich betroffen nahm Maximilian die Blumen entgegen und wir verraten hier, dass er 69 Jahre für diese Ehre werden musste. Das Rennen der "Alten" ging ohne Gnade los. Das Gewerbegebiet war noch nicht einmal  verlassen, da bliesen die ersten Fahrer schon zur Attacke. Die ersten Löcher gingen auf und viele 4er fielen zurück. Maximilian konnte sich bis zum Bollersdorfer Kreisel im Feld behaupten, als ihm ein Fehler anderer Fahrer zum Verhängnis wurde. Im Kreisel gab es einen Stau und dazu noch einen Sturz. Als Maximilian drum herumgefahren war, war das Feld auch schon enteilt. Es kämpften noch zwei, drei weitere Fahrer mit ihm zusammen um den Anschluss, doch die Gegenwindpassage machte alle Mühen zunichte. Enttäuscht gab er nach der ersten Runde auf, obwohl er als vierter Ü60-Fahrer durchkam und mehrere Minuten Vorsprung vor den nächsten "Alten" hatte. Auch im Pech war Andreas eine Runde später, als direkt vor ihm ein Fahrer ohne ersichtlichen Grund die Linie verlassen hat und zu Fall kam. Ab auf den Acker hieß es für Andreas und noch zwei weitere Sportler - das Rennen war gelaufen.

Erik Süß vor dem Strausberger Thomas Altmann

  Zwei altbekannte Gesichter bei der Zieldurchfahrt: Erik Süß vor 
  dem Strausberger Thomas Altmann       (Foto: RSC Strausberg)

Den längsten Kanten des Tages hatten standesgemäß die Männer zu absolvieren. Leider stand in dieser Klasse mit Erik Süß nur ein Eberswalder an der Startlinie. Für ihn hieß es 5 Runden á 27 km, also insgesamt 135 km zu knüppeln. Schnell fanden sich im A,B,C-Rennen einige starker Fahrer zusammen und wagten die erste ernstzunehmende Attacke. Erik hatte wohl in der Nacht zuvor von ganz viel Kraft geträumt und war einer der Mitinitiatoren. Doch bald schon, nachdem die ersten Attacken nicht den gewünschten Erfolg hatten, setzten weitere Fahrer an, das Feld zu sprengen. Erik, noch nicht ganz erholt von seinem Ausflug in den Wind, konnte dem entscheidenden Vorstoß nicht folgen, lieferte aber im zweiten Feld ein gutes Rennen und landete - seinem diesjährigen Vermögen entsprechend - auf einem achtbaren 36. Platz, denn achtbar heißt bei diesem Rennen für einen C-Fahrer "durchfahren und in einer der vorderen Gruppen sitzen" und das hat Erik umgesetzt.

Die Jedermannklasse wurden am Sonntag durch ein paar mehr Eberswalder "aufgemischt". Zumindest war so der Plan. Am  Start zum Rennen über 2 Runden standen erneut Felix Loepthien und Torsten Strenge. Dazu kamen noch der Ü40er Karl Haak, der U40er Peter Fischer, der Neuling im Radrennsport Christian Waldmann und die Frauenquotenhochhalterin Michaela Barz. Allesamt waren hoch motiviert und nicht minder aufgeregt, so zeigte der Pulsmesser von Michaela vor dem Start schon mal schlappe 143 Schläge pro Minute an. Der Startschuss fiel. Das Feld von über 100 Fahrern setzte sich in Bewegung oder vielmehr der vordere Teil, denn schnell war klar - Staugefahr. Mitten im Getümmel waren einige Fahrer, die einfach nicht in die Pedale oder aus dem A... kamen und so teilte sich das Feld bereits ausgangs des Gewerbegebietes in zwei große Gruppen auf und so mancher ambitionierter Radsportler fand sich in der "Sonntagsgruppe" wieder. So auch Christian, für den es das erste Rennen überhaupt war, und Michaela. Alle weiteren Motor-Starter konnten sich im vorderen Feld einreihen. Der Vorjahressieger Dan Pahnke, den übrigens wir stellten, stand am Zieleinlauf und feuerte bei der ersten Durchfahrt seine Teamkollegen an. Am Ende reichte es zwar nicht für den erneuten Sieg, aber für wirklich gute Platzierungen. So erkämpfte sich Peter in der U40-Wertung den 13. Platz. Felix kam zeitgleich als 20. in Ziel. Christian fuhr sein erstes Rennen durch, wurde 43. und war am Ende nicht einmal allzu sehr erschöpft. In der Ü40-Wertung belegte Torsten, der während des Rennens den Asphalt küsste, einen starken 7. Platz und Karl knackte als 10. noch die Top-Ten. Nach zwei aufregenden Tagen bei schönstem Herbstwetter ließen die Eberswalder das Wochenende bei Kaffee, Waffeln und Lachs-baguette (Grüße an Felix) ausklingen und schmiedeten schon die ersten Pläne für das kommende "Rund um Strausberg" im nächsten Jahr.

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