Samstag, 18. Oktober 2008

Wir haben es geschafft - Barnim-Cup 2008 erfolgreich abgeschlossen

Explodierende Siegesfreude

Andreas Heartel gewinnt bei den Senioren den letzten Cup; hinter
ihm Christian Quandt, der die Ausreißer bis zum Schluss animierte 

Nun ist sie auch für uns vorbei, die Straßensaison 2008 und das wurde am Sonnabend nach dem letzten Rennen des Barnim-Cups mit einem lachenden und einem weinenden Auge gefeiert - wie immer promillefrei. Doch vor dem Spaß wurde der Schweiß gesetzt und so kämpften noch einmal 22 Starter um Sieg und letzte Punkte. Ebenso wurde um die Plätze im Begleitfahrzeug "gekämpft". Am Steuer saß unser Männerfahrer Erik, der auf Grund einer kräf-tigen Erkältung die Lenkeinheit unfreiwillig wechseln musste. Auch ich (Michaela) entschied mich kurzfristig, diesmal die Vorzüge eines warmen Autos in Anspruch zunehmen und suchte noch 5 Minuten vor Start ein Asyl für meinen Renner. In der zweiten Reihe nahmen noch Cindy und die freundlichen Eltern vom Berliner Fabian Pohl Platz, damit waren wir ausgebucht. Als erstes gingen wie immer die Senioren auf die Reise. Mit untergemischt hat sich auch Männer-fahrer Florian Fahr, der damit seine theoretische Chance auf den Gesamtsieg bereits vor dem Start at akta gelegt hat. Drei Minuten später schickte ich als "Tagespolizist" die Männer auf die Strecke - und los ging es auch für uns mit dem Auto.

20-Sekunden-Pause

  20-Sekunden-Pinkel-Pause: Die Schranken waren schneller als
vermutet wieder oben und brachten so auch einige in "Bedrängnis"

Die Männer ließen keine Zweifel aufkommen und machten von Anfang an klar, wo es hingehen sollte - und zwar nach vorne zu den Senioren. Nach etwa 15 Kilometer hatten sie diese dann auch bereits im Blick, so dass es schon vor Eichhorst zum Zusammen-schluss kam. Erste Attacken am Eichhorster Stich ließen das Feld zwar lang werden,  aber nicht auseinanderfallen und so klickten die Pedale aller Fahrer, als sich einige Kilometer später die Schranke an einem Bahnübergang senkten. Einige Sportler nutzten diesen Augenblick, um den Morgenkaffee an den Rand zu stellen und wurden dabei von der extrem kurzen Schrankenphase überrascht. So zogen wir im Windschatten des Autos noch Florian mit, der sich eindeutig verkalkuliert hatte. Die Marscherleichterung animierte gleichwohl zu Attacken und so zog sich das Feld in Richtung Groß Schönebeck mächtig lang. Auch erste Löcher gingen auf, doch noch schien es nicht an der Zeit, eine Gruppe wegzulassen und so holperten wieder alle gemeinsam über das kurze aber heftige Kopfsteinpflaster im Ort. Danach schien es, zumindest aus dem Auto betrachtet, so, als hätten alle Fahrer erst einmal Waffen-stillstand beschlossen um Luft zu holen und so blieb uns im Auto sogar die Zeit, die vollen Körber der Pilzsammler zu bewundern. Doch dann, am See, hieß es "Alarm". Eine Attacke nach der anderen ließen die Beine schwer werden, wobei letztlich vier Fahrer den ersten ernstzunehmenden Vorsprung herausfahren konnten. Dabei waren der "Kraftprotz" Sascha Schneider (Borgsdorf), der kleine "Windschattentaucher" Jan Schmidt (PSV Berlin), der "Animator" Christian Quandt und "Grillmeister" Andreas Haertel (beide Eberswalde). Damit waren wir Waldstädter gut aufgestellt und konnten mit der Gruppe mehr als zufrieden sein. Der Abstand jedoch war nie beruhigend und pegelte sich auf knappe 30 Sekun-den ein. Während man sich hinten wohl sicher schien, die vier an der langen Leine verhungern lassen zu können und letztendlich das Loch locker zu schließen, kämpften die vier vorne mit allem was sie hatten ums Überleben. Dabei erwies sich Quandt als entscheiden-der Animator, seine Worte der Anfeuerung ließen die Gruppe bis zum Schluss zusammenarbeiten und an den Sieg glauben. Und so kam es, dass das Feld 5 Sekunden später über die Linie sprintete und geschlagen war. Den Einlauf des letzten Barnim-Cup-Rennens 2008 bestimmte damit die Fluchtgruppe. Es siegte bei den Männern Schneider vor Schmidt und Quandt. Als vierter in der Gruppe ackerte Seniorenfahrer Haertel, der damit den Tagessieg errang und sich den dritten Platz in der Gesamtwertung sicherte. Tages-platz zwei ging an Thiele (RC Marzahn) und Platz drei an Wegner (RV Iduna Schöneberg).

Platzhalterbild

                   Gesamtsieger Männer Barnim-Cup 2008:
      Florian Fahr (2.), Bernd Poethke (1.), Fabian Pohl (3.) v.l.

Nun endlich konnten wir zum gemütlichen Teil des Tages über-gehen, d.h. die "Fresskörbe" auspacken, den Grill anschmeißen und über die zurückliegende und vor allem über die bald beginnende neue Saison fachsimpeln. Ein besonderer Dank für die kulinarische Versorgung geht dabei in diesem Jahr an die Eltern von Fabian Pohl, die belegte Brötchen, Kuchen sowie Kaffee und Tee mit-brachten; an Andreas Haertel, der neben dem Grill auch Würstchen und Fleisch zum befüllen dieses auftrieb und an Cindy Benthien und Michaela Barz, die sich am Abend zuvor ebenfalls im Kuchenbacken versuchten. Nachdem sich alle warm eingepackt und die erste Stärkung zu sich genommen hatten, war es endlich soweit - die Ehrung der Gesamtsieger stand auf dem Programm. Abteilungsleiter Maximilian Rathke (ebenfalls am Sonnabend super gefahren) erzählte schon traditionell die kleine Geschichte zum Wanderpokal der Senioren und gratulierte unter platzfüllendem Applaus den diesjährigen Gewinnern. In der Männerklasse setzte sich Bernd Poethke mit 60 Punkten vor Florian Fahr (58 Punkte) und Fabian Pohl (50 Punkte) durch. Den Wanderpokal der Senioren darf Gerhard Wegner für ein Jahr mit nach Berlin nehmen. Er gewann mit 59 Punkte vor Jürgen Thiele (52 Punkte) und Andreas Haertel (43 Punkte).

Platzhalterbild

                 Gesamtsieger Senioren Barnim-Cup 2008:

Andreas Haertel (3.), Gerhard Wegner (1.), Jürgen Thiele (2.) v.l.

Nachdem alle Pokale verteilt waren, wurde noch weiter fleißig an der Vernichtung der Foodartikel gearbeitet und Maximilian verkündete noch lauthals, dass die Eberswalder im nächsten Jahr, gestärkt vom Trainingslager, wieder zum Großangriff "Barnim-Cup-Sieg 2009" antreten werden. Wir hoffen, es machen uns viele nach und der Barnim-Cup wird auch im kommenden Jahr mit viel Leben erfüllt. Wir wünschen allen unseren Sportfreunden in nah und fern erst einmal eine erholsame Pause und im Weiteren eine gute Vor-bereitungsphase. Wir sehen und hören uns hoffentlich spätestens beim ersten Cup-Rennen 2009.

Kommentare:

(1) von: Teubel am: Sonntag, 19.10.2008 (Löschen)

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an die Eberswalder für die Organisation dieser tollen Rennserie!!! Ich freue mich auf das nächste Jahr!

(2) von: sascha schneider am: Sonntag, 19.10.2008 (Löschen)

wollte mich an dieser stelle und auf diesem weg bei euch bedanken.ihr seit echt ne total super truppe und ich freue mich schon auf nächstes jahr...bleibt alle schön gesund und fit!!! Lieber gruß sascha schneider

(3) von: jan schmidt am: Sonntag, 26.10.2008 (Löschen)

hallo eberswalder! nochmal ein großes dankeschön an euch alle. der barnim-cup ist wirklich eine einzigartige veranstaltung, bei der man immer wieder mit großer freude an den start geht-aber auch das vor-und-nach-dem-rennen, gehört mit dazu! also macht weiter so. grüße an alle jan

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